Davon spricht man, wenn eine Endoskopie im Brustraum (Thorax) vorgenommen wird.

Der Eingriff

Auch hier wird durch minimal kleine Einschnitte (im Milimeterbereich) ein Endoskop mit Kamera und gegebenen falls durch einen zweiten kleinen Kanal die chirurgischen Instrumente in den Brustraum eingeführt.

Im Thoraxbereich bringt dieses minimalinvasive Verfahren sehr viele Vorteile. Da gerade die Eröffnung des Brustkorbs
eine sehr schmerzhafte Operation ist, die mit großen Schnitten und längerer Rekonvaleszenzzeit verbunden ist. Durch
diese absolut geniale Technik, ist es möglich notwendige Untersuchungen bzw. Operationen risikofreier und zeitgleich sehr präzise durchzuführen. Der sehr unübersichtliche Thoraxbereich wird zielgenau auf den Bildschirm übertragen, sodass der Chirurg die Situation sehr schnell und gut einschätzen kann. Es ist ihm sofort möglich auf die Problematik zu reagieren und bei Bedarf eine notwendige Operation einzuleiten. Komplikationen wie starke Blutungen oder ein Pneumothorax sind bei diesem Verfahren sehr selten. Die Patienten erholen sich in der Regel um einiges schneller, die Schmerzen können um ein wesentliches verringert werden.

Die Einsatzmöglichkeiten

Zum Einsatz kommt dieses Verfahren beispielsweise bei Herzbeuteltamponaden (Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel), Lobektomien (Entfernung von Lungenlappen) für diagnostische Zwecke, bei Biopsieentnahmen, oder bei einer Ligatur des Ductus thoracicus (Abbinden des Brustlymphganges).

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Geringeres Komplikationsrisiko während des Eingriffes
  • Schnellere Genesung
  • Kleinere Wunden
  • Schnellere Wundheilung
  • Geringeres Infektionsrisiko
  • Weniger Schmerzen