Hydrotherapie bzw. Unterwasserlaufbandtherapie

Der Einsatz eines Unterwasserlaufbandes ermöglicht ein schonendes und zugleich hocheffektives Training von Muskulatur, Gelenken und Kondition.

Durch den Auftrieb des Wassers verliert der Körper an Gewicht und die Gelenke werden weniger belastet. Gleichzeitig erfordert das Gehen gegen den Wasserwiderstand einen erhöhten Kraftaufwand und somit werden Muskelaufbau und Kondition gefördert, während die Belastung der Gelenke (beispielsweise bei arthrotisch veränderten Gelenken) bis zu 60% weniger Körpergewicht tragen.

Bei einem großen Teil der Patienten kommt es zu einer deutlichen Schmerzreduktion und die Regeneration des Gewebes wird gefördert.

Bewegungstherapie

Bewegungstherapien gehören zu den wichtigsten physiotherapeutischen Modalitäten. Sie werden in aktive und passive Therapie unterteilt.

Anwendung: Sie dienen der Erhaltung und Verbesserung der Gelenkfunktion, Unterstützen das Gewebe bei der geregelten Heilung, kräftigen die Muskulatur und verbessern die Kondition. Auch bei Patienten mit neurologischen Problemen werden Bewegungstherapien eingesetzt um beispielsweise Koordination, Gleichgewicht und Bewegungsabläufe zu trainieren.

Osteopathie

Die Osteopathie stellt eine ganzheitliche alternative Therapieform dar.

Der Osteopath betrachtet den Körper des Tieres in seiner Gesamtheit: ein gesunder Körper bewegt sich harmonisch, die Muskeln und Knochen arbeiten gut zusammen. Ist dieses Zusammenspiel gestört, erkennt der Osteopath Bewegungseinschränkungen und welche Körperfunktion davon betroffen ist.

Unfälle, Stürze, Muskelverspannungen oder eine Narbenbildung, Bänder- oder Gelenkverklebungen können zu Blockaden führen. Durch Osteopathie wird versucht, diese Störung, durch verschiedene manuelle Techniken mit den Händen, wieder aufzuheben. Ziel ist es, die Selbstheilungskraft des Körpers anzuregen.

Das Bewegungssystem ist eng mit dem restlichen Körper verbunden. Somit kann eine osteopathische Behandlung auch auf die Atmung, das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und das seelische Wohlbefinden wirken.

Chiropraktik

Ist eine manuelle Behandlungsmethode, die sich mit der Beziehung zwischen Wirbelsäule und Nervensystem beschäftigt.

Eine funktionierende Biomechanik ist Voraussetzung für die physiologische Funktion des Nervensystems und beeinflusst damit die Gesundheit des gesamten Körpers. Sie erlaubt den uneingeschränkten Informationsaustausch zwischen dem Gehirn und allen Organen.

Ursache für Blockaden können Traumen, Toxine oder Stress sein.
Man unterscheidet Makrotraumen, die beispielsweise durch Unfälle verursacht werden und Mikrotraumen, die aufgrund von vielen kleinen Verletzungen, ausgelöst durch Fehlhaltungen, Schonhaltungen und (rassebedingten) ungünstigen Körperbau begünstigt werden.

Akupunktur

Durch Akupunktur und Laserakupunktur kann ein gestörter Energiefluss behandelt werden, der für Krankheiten und Schmerzen verantwortlich sein kann.

Die Akupunktur ist ein Teilbereich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wurde schon vor ca. 3000 Jahren in China angewendet, um Krankheiten zu heilen.

Durch das Reizen von Akupunkturpunkten mit Nadeln beeinflusst man über das Nervensystem die Eigenregulation des Körpers und fördert so die Heilung.  Aber nicht nur durch Nadelung lassen sich Akupunkturpunkte beeinflussen. Vor allem bei ängstlichen Tieren und an empfindlichen Akupunkturpunkten, kann man auch mit einem Softlaser arbeiten. Durch das Laserlicht wird der Zellstoffwechsel angeregt und die Anwendung erfolgt schmerzlos.

Neben der Laserpunktur kann man den Therapielaser auch flächig anwenden. So lassen sich schmerzende Gelenke, Muskeln und Sehnen direkt bestrahlen, aber auch schlecht heilende Wunden kann man so sehr gut behandeln.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine unspezifische Regulationstherapie, die über therapeutische Behandlung des Nervensystems, einen aus dem Gleichgewicht geratenen Organismus wieder in einen gesunden Zustand versetzt.

Durch Verschwinden der Beschwerden wirkt das Neuraltherapeutikum sowohl als Therapeutikum (Heilmittel), als auch als Diagnostikum (Erkennungsmerkmal einer Krankheit).

Diese Methode zielt darauf ab körpereigene Abwehr- und Heilungsmechanismen zu fördern. Das Tier wird dabei immer als Ganzheit betrachtet. Besondere Anwendung findet diese auch im effektiven Schmerzmanagement.

Thermotherapie

Hierzu gehören Methoden, die durch Anwendung von physikalischen Mitteln dem Körper Wärme zuführen oder entziehen.

Einsatz von Kälte:
Für die Kryotherapie kommen Kältepackungen „Cold-Packs“, kalte Umschläge oder Eispackungen zum Einsatz.
Anwendung: Bekämpfung akuter Entzündungen, Schwellungen, Blutergüsse, Schmerztherapie

Einsatz von Wärme:
Für die Oberflächenerwärmung des Gewebes werden meist Wärmepackungen „Hot-Packs“ oder Infrarotlampen verwendet.
Anwendung: Aufwärmen vor dem Training, Muskelverspannungen, Verbesserung der Dehnbarkeit, Schmerzbekämpfung

Elektrotherapie

Unter Elektrotherapie wird die Anwendung  elektrischer Ströme verstanden. Meistens kommen dabei nieder- und mittelfrequente Ströme zum Einsatz.

Anwendung: Schmerztherapie, muskuläre Verspannungen, Durchblutungsförderung, in Verbindung mit aktivem Bewegungstraining auch Prävention von Muskelatrophien und Muskelaufbau.

Die Behandlungen werden meistens ambulant durchgeführt, können jedoch bei Bedarf auch als Heimtherapie nach Anleitung durch den Tierarzt angewendet werden. Neben Geräten aus der Humanmedizin gibt es auch speziell für Tiere entwickelte Geräte (z.B. PT 20).

Massage

Viele der beim Menschen verwendeten Massagetechniken können auch beim Tier angewandt werden.

Anwendung: Massagen wirken entspannend auf Muskulatur und Psyche, fördern die Durchblutung, verbessern die Körperwahrnehmung und können muskuläre Schmerzen reduzieren.

Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Form der physikalischen Therapie und Bestandteil der Komplexen Entsauungstherapie (KPE). Ihre Anwendungsgebiete sind breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entsauungstherapie ödematöser Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten, welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung angewandt.